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Untreue
Wo Treue endet.
Wenn Blicke sich nicht mehr finden. Und Stille schwerer wiegt als Worte
Beginnt das, was niemand aussprechen will
Wenn Blicke sich nicht mehr finden. Und Stille schwerer wiegt als Worte
Beginnt das, was niemand aussprechen will
Wenn Nähe verloren geht
Untreue betrifft sowohl Männer als auch Frauen, auch wenn oft ein anderes Bild vermittelt wird.
Studien zeigen, dass etwa 20 % der Männer und 10–15 % der Frauen angeben, schon einmal fremdgegangen zu sein. Neuere Umfragen deuten darauf hin, dass sich diese Unterschiede zunehmend angleichen.
Die Gründe sind vielfältig: unerfüllte emotionale oder körperliche Bedürfnisse, der Wunsch nach Bestätigung, mangelnde Kommunikation oder persönliche Unsicherheiten. Während Männer häufiger körperliche Abwechslung nennen, spielen bei Frauen oft emotionale Faktoren wie fehlende Aufmerksamkeit oder Wertschätzung eine größere Rolle.
Wichtig ist: Fremdgehen ist keine zwangsläufige Folge von Problemen, sondern eine bewusste Entscheidung. Viele Menschen erleben ähnliche Herausforderungen, ohne ihre Beziehung zu verletzen.
Sie kamen nicht gemeinsam.
Jede für sich.
Zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Tagen, aber immer mit demselben Blick.
Zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Tagen, aber immer mit demselben Blick.
Ein Blick, der zu lange gehofft hatte.
Die eine wartete jede Nacht am Fenster, bis das Licht im Haus gegenüber
ausging.
Die andere las Nachrichten, die nie für sie bestimmt waren.
Eine dritte schwieg, obwohl sie längst alles wusste.
Die andere las Nachrichten, die nie für sie bestimmt waren.
Eine dritte schwieg, obwohl sie längst alles wusste.
Keine von ihnen sprach zuerst über Verrat.
Sie sprachen über Kleinigkeiten. Über Gewohnheiten, die sich verändert hatten. Über Blicke, die auswichen. Über Namen, die plötzlich zu oft fielen.
Sie sprachen über Kleinigkeiten. Über Gewohnheiten, die sich verändert hatten. Über Blicke, die auswichen. Über Namen, die plötzlich zu oft fielen.
Bis irgendwann Stille entstand.
Und in dieser Stille saß sie.
Die junge Frau mit der Flöte.
Niemand wusste, woher sie kam.
Niemand hatte gesehen, wie sie sich dazugesetzt hatte.
Niemand hatte gesehen, wie sie sich dazugesetzt hatte.
Aber sie hörte zu.
Ohne Urteil. Ohne Mitleid.
Nur mit diesem ruhigen, fast wissenden Blick.
Nur mit diesem ruhigen, fast wissenden Blick.
Als jede von ihnen geendet hatte, sagte sie nichts.
Sie nickte nur ein einziges Mal.
Sie nickte nur ein einziges Mal.
Und das genügte.
In derselben Nacht hörten die Frauen zum ersten Mal die Musik.
Leise.
Weit entfernt.
Und doch genau dort, wo der Schmerz am tiefsten saß.
Weit entfernt.
Und doch genau dort, wo der Schmerz am tiefsten saß.
Man sagt,
sie erscheine nur denen, die genug Schmerz in sich tragen.
Die Frauen
finden sie nicht, sie werden von ihr gefunden.
An stillen Abenden, irgendwo zwischen Laternenlicht und Schatten, sitzt sie plötzlich neben ihnen. Sie hört zu, spricht kaum. Nur ihre Augen verraten, dass sie jedes gebrochene Versprechen versteht.
An stillen Abenden, irgendwo zwischen Laternenlicht und Schatten, sitzt sie plötzlich neben ihnen. Sie hört zu, spricht kaum. Nur ihre Augen verraten, dass sie jedes gebrochene Versprechen versteht.
Untreue
Männer, verschwiegene Lügen, kalte Betten.
Und dann
bietet sie nichts weiter an als ein leises Nicken.
In der
darauffolgenden Nacht beginnt die Musik.
Eine alte
Flöte, deren Klang sich nicht wie Musik anfühlt, sondern wie Erinnerung. Wie
Schuld. Wie etwas, das man längst vergessen wollte.
Die Männer
hören sie zuerst im Traum.
Dann auf der Straße.
Dann ganz nah bei sich.
Dann auf der Straße.
Dann ganz nah bei sich.
Und wenn sie
sich umdrehen, steht sie dort.
Still.
Wartend. Spielend.
Einer nach
dem anderen beginnen sie ihr zu folgen.
Ohne Widerstand. Ohne Worte.
Ihre Schritte werden gleichmäßig, ihre Gedanken leiser, bis nichts mehr übrig ist außer dem Klang der Flöte.
Ohne Widerstand. Ohne Worte.
Ihre Schritte werden gleichmäßig, ihre Gedanken leiser, bis nichts mehr übrig ist außer dem Klang der Flöte.
Manche
sagen, sie habe die Gabe, den Willen zu brechen.
Andere glauben, die Männer geben ihn freiwillig ab.
Andere glauben, die Männer geben ihn freiwillig ab.
Keiner von
ihnen wurde je wieder gesehen.
Nur ihre
Hüte wurden manchmal gefunden.
Am Rand einer Allee.
Im Nebel.
Am Rand einer Allee.
Im Nebel.
Und noch
heute, wenn die Stadt zu still wird, hört man an bestimmten Ecken dieses leise
Flötenspiel.
Dann
schließen die Menschen ihre Fenster.
Und die Frauen hören genauer hin.
Und die Frauen hören genauer hin.